Insulin ist ein körpereigenes Hormon und wird in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. Es ist der Schlüssel zur Gewichtskontrolle. Es reguliert den Blutzuckerspiegel und sorgt dafür, dass die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe Kohlenhydrate / Fette / Eiweiße (Proteine) in die Zellen gelangen.

Kohlenhydrate und Fette sind für unseren Körper übrigens Energieträger und Proteine unser Baumaterial. Beides ist wichtig!

Nährstoffe nehmen wir mit JEDER Mahlzeit auf und dabei spielt es keine Rolle ob Hauptmahlzeit, Snack, Bonbon oder Kaugummi, egal ob Milchkaffee, Saftschorle, Bier oder Milchshake.

Insulin hemmt den Fettstoffwechsel

Insulin wird auch als Fettspeicher-Hormon bezeichnet, denn es hemmt den Abbau von Fett fast vollständig! Solange Insulin im Blut ist, verbrennt der Körper nur Kohlenhydrate und keine Fette.

Kohlenhydrate sind im Grunde nichts anderes als Zucker. Je größer also die Menge an Zucker in unserer Nahrung, desto größer ist auch die zur Verfügung gestellte Menge an Insulin, um den Blutzuckergehalt wieder zu senken. Zu viel Zucker im Blut kann dauerhafte Folgeschäden mit sich bringen, wie es bei Diabetes Typ 2 der Fall ist.

Die kohlenhydratreichsten Lebensmittel sind übrigens Getreideprodukte wie Mehl, Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln.

Nach einer Mahlzeit wird die Glukose im Darm aufgenommen und über das Blut zunächst dorthin transportiert, wo Energiebedarf besteht, also bspw. zu den arbeitenden Muskeln oder ins Gehirn. Danach werden die körpereigenen Kohlenhydratspeicher (Glykogen) aufgefüllt (Leber und Muskulatur).

Das Fatale: Ist der Energiebedarf des Körpers gestillt, sind aber noch Kohlenhydrate übrig, werden diese durch den Einfluss von Insulin in Form von Fett gespeichert.

Motivation lässt dich loslegen. Die Gewohnheit lässt dich weitermachen.

Teufelskreislauf mit fataler Wirkung

Je größer die Menge des ausgeschütteten Insulins ist, desto stärker sinkt der Blutzuckerspiegel wieder ab. Der Körper kann die Menge der Insulinausschüttung nämlich nur anhand der Geschwindigkeit des einströmenden Zuckers steuern.

Bei einfachen und schnell verfügbaren Kohlenhydraten wie oben genannt, wird daher mehr Insulin ausgeschüttet als bei langsam verfügbaren Kohlenhydraten.

Nach kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten wird also eine große Menge Insulin ausgeschüttet. Je steiler der Blutzuckeranstieg, desto schneller sinkt er wieder. Es gibt leider kein Signal im Körper, welches die Insulinwirkung stoppt, sobald der normale Blutzuckerspiegel erreicht ist.

Was passiert dann? Der Zucker wird weiter in die Zellen geschleust, so dass der Blutzuckerspiegel kurzfristig absackt und wir unterzuckern. Dieser Prozess ist unter dem allseits bekannten Heißhunger bekannt.

Hierauf reagieren wir in der Regel mit Nachschub. Meist greifen wir dann wieder zu stark kohlenhydrathaltigen Produkten. Der Blutzuckerspiegel schnellt wieder in die Höhe, fällt daraufhin wieder rapide ab, wir legen nach, der Blutzucker steigt, fällt, wir legen nach usw. – ein Teufelskreis.

Meide einfache Kohlenhydrate

Von Mahlzeit zu Mahlzeit hangeln wir uns durch den Tag. Der Blutzuckerspiegel schwankt permanent sprunghaft und die Bauchspeicheldrüse arbeitet rund um die Uhr auf Hochtouren. Kein Wunder, dass sie früher oder später den Dienst quittiert.

Verzehren wir KH die nur langsam ins Blut gelangen, z.B. Vollkornprodukte oder Gemüse, schnellt der Insulinspiegel nicht so extrem in die Höhe und fällt entsprechend nicht so rapide ab. Hier geschieht dieser Prozess langsamer. Der Insulinausstoß fällt moderater aus, der Blutzuckerspiegel kann sich schneller wieder normalisieren und die Fettverbrennung springt wieder an.

Eine sehr kohlenhydratreiche Ernährung kann demnach dafür sorgen, dass wir immer dicker werden. Wollen wir abnehmen, gilt es, die Insulinausschüttung zu kontrollieren.

In meinem nächsten Beitrag erfährst du, wie du deinen Insulinspiegel regulieren kannst.